Universitätsklinikum Skåne: Neue Gesundheitsgebäude für die Versorgung von morgen

Mit der Fertigstellung zweier neuer Gesundheitsgebäude hat das Universitätsklinikum Skåne in Malmö eines der größten und komplexesten Bauprojekte seiner Geschichte umgesetzt. Auf mehr als 108.000 m² entstand eine moderne Versorgungsumgebung, die Flexibilität, Patientensicherheit und effiziente Arbeitsabläufe in den Mittelpunkt stellt.

Besonders anspruchsvoll: Die Gebäude wurden mitten auf einem aktiven Klinikgelände errichtet – bei gleichzeitig uneingeschränktem Krankenhausbetrieb.

Moderne Krankenhausplanung im laufenden Betrieb

Der Bau eines Großkrankenhauses auf einem bestehenden Klinikcampus erfordert weit mehr als eine durchdachte Architektur. Patientenversorgung, Logistik, klinische Abläufe und bauliche Maßnahmen müssen über Jahre hinweg präzise aufeinander abgestimmt werden.

Bau eines modernen Krankenhauses im laufenden Betrieb

Der Bau begann im Jahr 2018. Die beiden miteinander verbundenen Gebäude – Gebäude 35 und Gebäude 36 – wurden als integrierte Versorgungsumgebung geplant. Die ersten Einheiten zogen im Frühjahr 2024 ein, die vollständige Inbetriebnahme ist für Herbst 2025 vorgesehen.

Der Bau eines Großkrankenhauses im Zentrum eines aktiven Klinikcampus erforderte eine präzise Koordination. Rund 50 Stationen wurden schrittweise verlegt, unterstützt durch den Bau von zwei dauerhaften Ersatzgebäuden, um eine kontinuierliche Patientenversorgung sicherzustellen.

Das Projekt profitierte von der offenen Struktur des Klinikgeländes in Malmö, mehreren Zufahrtswegen und der ebenen Topografie – Faktoren, die die Logistik in einem ansonsten komplexen Bauvorhaben erleichterten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen klinischen, operativen und baulichen Teams war entscheidend, um durchgehend sichere und stabile Arbeitsabläufe für Personal und Patienten zu gewährleisten.

Fachkraft im Gesundheitswesen unterstützt einen Patienten in einem Disposable High Hebesitz im Skåne Universitätskrankenhaus in Malmö, Schweden

Krankenhäuser müssen heute nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet sein. Deshalb wurde bei den neuen Gesundheitsgebäuden besonderer Wert auf eine flexible und langfristig nutzbare Infrastruktur gelegt.

Räume für heutige und zukünftige Anforderungen

Zu Projektbeginn war noch nicht festgelegt, welche Fachbereiche später einziehen würden. Daher wurden die Gebäude mit einem hohen Grad an Standardisierung konzipiert: flexibel nutzbare Behandlungsräume, Operationssäle und Ambulanzbereiche, die auf zukünftige Anforderungen vorbereitet sind.

Diese Herangehensweise ermöglicht es dem Krankenhaus, neue Versorgungsmodelle oder veränderte klinische Anforderungen umzusetzen, ohne umfangreiche Umbauten vornehmen zu müssen.

Deckenlifter als strategischer Standard

Neben Flexibilität spielte auch die Schaffung einer sicheren und ergonomischen Arbeitsumgebung eine zentrale Rolle. Dabei wurden Deckenliftersysteme nicht als Sonderausstattung betrachtet, sondern als fester Bestandteil der Infrastruktur.

Patienten und Mitarbeitende im Mittelpunkt

Von Anfang an war es Ziel, eine Versorgungsumgebung zu schaffen, die sowohl die Würde der Patienten als auch die Sicherheit des Personals unterstützt. Deckenlifter wurden daher als Standardlösung in allen Patientenzimmern festgelegt und zusätzlich in Aufwachbereichen, Schleusen zu Operationssälen sowie in ausgewählten Ambulanzräumen installiert.

Das Ziel war klar: Patienten sollen während ihres gesamten Behandlungsverlaufs in derselben Umgebung bleiben können – ohne aufgrund fehlender Ausstattung verlegt werden zu müssen. Vollständig ausgestattete Räume ermöglichen konsistente, sichere Abläufe und reduzieren unnötige Transfers.

Lösungen für unterschiedliche klinische Anforderungen

Moderne Krankenhäuser müssen eine Vielzahl unterschiedlicher Patientengruppen versorgen. Entsprechend wichtig ist eine Infrastruktur, die sich an spezielle Anforderungen anpassen lässt.

Vorbereitung auf die bariatrische Versorgung

Mehrere Räume wurden für die bariatrische Versorgung vorbereitet, mit Optionen für leistungsstärkere oder Dual-Motor-Systeme. Dadurch können auch Patienten mit erhöhtem Unterstützungsbedarf sicher versorgt werden.

Unterstützung von Mobilisation und Rehabilitation

Der orthopädische Trainingsraum wurde zudem mit einem Trainer-Modul und Positionierungsstopp ausgestattet, um gezielte Mobilisation und Rehabilitation zu unterstützen.

So können therapeutische Maßnahmen bereits frühzeitig und unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden.

Partnerschaft und Beschaffung

Große Infrastrukturprojekte erfordern nicht nur die richtigen Produkte, sondern auch die richtigen Partner. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Lieferanten war deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Projekterfolgs.

Kontinuität und Beratung während des gesamten Projekts

Die Deckenliftersysteme wurden in Zusammenarbeit mit Guldmann im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags geliefert. Dies stellte Kontinuität und effiziente Entscheidungsprozesse sicher.

Da sich die klinischen Anforderungen im Projektverlauf weiterentwickelten, spielte die beratende Unterstützung eine zentrale Rolle. Durch einen kontinuierlichen Dialog brachte Guldmann technisches Know-how ein und unterstützte bei der Identifikation praxisnaher und wertschöpfender Lösungen – stets mit dem Fokus auf den tatsächlichen Bedarf und nicht auf eine Überausstattung.

Eine standardisierte Grundausstattung wurde für alle Gebäude definiert, mit der Möglichkeit für einzelne Abteilungen, die Ausstattung bei Bedarf zu ergänzen.

Skåne sygehus

„Was ich besonders geschätzt habe, ist, dass uns kontinuierlich verschiedene Optionen aufgezeigt wurden – ohne dass es jemals aufdringlich wirkte. Es ging immer darum, den tatsächlichen Bedarf zu identifizieren: ‚Das ist möglich‘, ‚das könnte funktionieren‘, ‚was wird wirklich benötigt?‘ Diese Arbeitsweise schafft großes Vertrauen. Es fühlt sich so an, als hätten wir genau die Ausstattung erhalten, die wir wirklich brauchen – und nicht einfach mehr als nötig.“

Erica Svensson, Leitung Business Planning, Neue Gesundheitsgebäude

Implementierung und Übergang in den Betrieb

Die Einführung neuer Infrastruktur endet nicht mit der Installation der Systeme. Entscheidend ist, wie gut die Lösungen in den klinischen Alltag integriert werden.

Strukturierte Vorbereitung für einen reibungslosen Start

Die Umsetzung erfolgte im Rahmen des Programms New Hospital Malmö (NSM) mit klaren Strukturen, definierten Verantwortlichkeiten und enger Abstimmung zwischen klinischen Teams und technischen Partnern.

Nach der Installation wurden Schulungen für das Personal, die Konfiguration von Zubehör sowie die Planung der Lagerung systematisch durchgeführt. Sämtliche Ausstattung wurde in stationsspezifischen Starter-Kits bereitgestellt, um einen reibungslosen und strukturierten Übergang in den klinischen Alltag zu gewährleiste

Evaluation und kontinuierliche Weiterentwicklung

Auch nach der Inbetriebnahme bleibt die Weiterentwicklung der Gebäude ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Ziel ist es, langfristig von den gewonnenen Erfahrungen zu profitieren und die Infrastruktur kontinuierlich an neue Anforderungen anzupassen.

Lernen aus der Praxis

Das Projekt hat seine Ziele in Bezug auf Zusammenarbeit, Funktionalität und Betriebsbereitschaft erreicht. Eine formale Evaluation ist etwa ein Jahr nach vollständiger Inbetriebnahme vorgesehen, um die praktische Nutzung der Deckenliftersysteme zu analysieren und die langfristigen strategischen Entscheidungen zu überprüfen.

Die kontinuierliche Beobachtung klinischer Abläufe sowie externer Entwicklungen bleibt zentral, um sicherzustellen, dass die Gebäude auch künftig den sich wandelnden Anforderungen gerecht werden.

Hochformataufnahme der Außenansicht des Universitätsklinikums Skåne in Malmö, Schweden

Grundlage für eine patientenzentrierte Versorgung

Die neuen Gebäude am Universitätsklinikum Skåne stellen einen wichtigen Schritt hin zu einem flexiblen und zukunftssicheren Krankenhausdesign dar.

Standardisierte Infrastruktur für langfristigen Erfolg

Mit standardisierter Infrastruktur, anpassungsfähigen Lösungen und einem klaren Fokus auf die Arbeitsumgebung unterstützen sie eine sichere und effiziente Versorgung – heute und in Zukunft.

  • Projektdaten auf einen Blick

    Die neuen Gesundheitsgebäude vereinen ein breites Spektrum klinischer Funktionen unter einem Dach und wurden für eine langfristige Nutzung ausgelegt.

    Kapazität und klinischer Umfang

    • 10 Stationen mit jeweils 24 Einzelzimmern (eine mit Intermediate-Care-Bereich)
    • 23 Operationssäle
    • 46 Aufwachbetten
    • Intensivstation mit 14 Betten für Erwachsene und Kinder
    • Sechs Ambulanzbereiche
    • Vorbereitungs- und Nachsorgeeinheiten
    • Diagnostische Einrichtungen

Deckenliftersysteme im gesamten Gebäude

Insgesamt wurden 370 Guldmann Deckenliftersysteme im gesamten Gebäude installiert. Sie ermöglichen eine flächendeckende Versorgung und unterstützen flexible sowie effiziente Arbeitsabläufe über alle Bereiche hinweg. Die Gebäude decken das gesamte Spektrum der Krankenhausversorgung ab – von Diagnostik und Beratung über chirurgische Eingriffe und Intensivpflege bis hin zur stationären Behandlung.